Reader’s Corner

In the following, you find books and newspaper articles on Bullinger’s correspondence.

Nüwe Zyttungen

Der Briefwechsel des Reformators Heinrich Bullinger

Luca Beeler, Gina Bucher und Andreas Koller, 1. Auflage,
Verlag Scheidegger & Spiess AG, 2018

Content

“Der Reformator Heinrich Bullinger (1504–1575), Nachfolger Huldrych Zwinglis, hat über 12 000 Briefe erhalten und geschrieben. Diese Korrespondenz ist mehr als privater oder seelsorgerischer Austausch: Als Medium für Nachrichtenübermittlung, internationale Kirchenpolitik und theologische Debatten zeichnet sie ein vielschichtiges Bild ihrer Zeit. Während die Briefe die krisenhaften internationalen Ereignisse abbilden, geben sie gleichzeitig Aufschluss über die Kommunikationsstrategien der Reformatoren nach Zwinglis Tod. Meldungen über Kriegsgeschehen, Wunderzeichen oder Naturkatastrophen, polemische Schriften, Flugblätter, Schmählieder und Gerüchte erreichen Zürich, werden im Streit der Konfessionen widerlegt, geahndet oder weiterverbreitet.” […]

ISBN 978-3-85881-586-6

NZZ Artikel Titelbild

Fast wie Facebook, aber ohne Internet

Heinrich Bullingers Briefwechsel zeigt, wie man sich im 16. Jahrhundert vernetzte und sich über das Weltgeschehen informierte.

von Thomas Ribi, Neue Zürcher Zeitung, Samstag, 18. September 2021

Extracts

“Kein Brief, keine Nachricht. Seit zwei Monaten hat Heinrich Bullinger nichts von seinem Sohn gehört. «Wie kommt das?«, fragt er ihn am 1. März 1554 in einem Brief, und man sieht dem Satz die Unruhe an, mit der er geschrieben wurde. Da schwingt Sorge mit, gewiss. Gefahren gab es genug, auch für einen Zwanzigjährigen, sogar im Elsass, wo der junge Mann studierte. Aber natürlich bricht auch ein leiser Ärger durch: Denkt der Junge denn überhaupt nicht an seine Eltern in Zürich, die wissen möchten, wie es ihm geht?

Vielleicht hatte Heinrich junior ja auch wirklich geschrieben. Briefe konnten irgendwo liegen bleiben oder verloren gehen. Das wusste niemand besser als Vater Bullinger, der ein eifriger Briefschreiber war. Eine öffentliche Post gab es noch nicht. Wer Briefe zu befördern hatte, gab sie Reisenden mit, Kaufleuten oder Studenten, die in die betreffende Richtung reisten. Oder einem der Boten, die regelmässig zwischen den Städten und Landschaften der Alten Eidgenossenschaft unterwegs waren. Da konnte einiges passieren. Vielleicht stellte es sich als mühsam heraus, einen Brief auszuhändigen. Das Trinkgeld war zu knapp bemessen. Oder der Auftrag ging schlicht vergessen.” […]

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